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Lassen Sie sich nicht abzocken: Verbotene Bankgebühren im Detail

Vermeiden Sie Abzocke: Lernen Sie die verbotenen Bankgebühren kennen!

Immer wieder werden einstige Bankgebühren vom Bundesgerichtshof verboten, da sie dem Kunden gegenüber unfair sind und dabei beispielsweise auch für Dienstleistungen berechnet werden, die vom Unternehmen ohnehin geleistet werden müssen. Obwohl diese Gebühren verboten sind, werden sie trotzdem nach wie vor von einigen unseriösen Anbietern berechnet. Um diesen Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, müssen Kreditnehmer die verbotenen Bankgebühren genau kennen – deshalb finden Sie in unserem informativen Ratgeber sämtliche Bankgebühren, die von Kreditinstituten nicht mehr berechnet werden dürfen.

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Verbotene Bankgebühren im Überblick:

  • Bearbeitungsgebühr
  • Gebühren für Kreditangebote
  • Vorkosten
  • Bareinzahlungen
  • Kontoauszüge

Bearbeitungsgebühr: Seit 2014 verboten

In erster Linie gehört die Kreditbearbeitungsgebühr zu den verbotenen Bankgebühren, die bei der Inanspruchnahme eines Kredites auf den Kunden zukommen. Diese Bearbeitungsgebühr wurde bereits 2014 verboten, da sie vom deutschen Bundesgerichtshof für ungerechtfertigt erklärt wurde: Die Kreditbearbeitungsgebühr wird für Dienstleistungen berechnet, die vom Kreditinstitut ohnehin geleistet werden müssen – und für diese Dienstleistungen darf der Kunde nicht aufkommen müssen!

Hat man bereits einen Kredit in Anspruch genommen und dafür die Bearbeitungsgebühr entrichtet, kann man seine gezahlten Kreditbearbeitungsgebühren nunmehr zurückfordern – sofern der Kredit vor weniger als zehn Jahren bewilligt wurde. Für diese Fälle finden sich im Internet zahlreiche Musterbriefe, die geprellte Kunden nutzen können, um sich ihre Bearbeitungsgebühr zurückerstatten zu lassen. Für neu abgeschlossene Kredite, die ab November 2014 bewilligt wurden, darf selbstverständlich keine Kreditbearbeitungsgebühr mehr berechnet werden – doch Vorsicht: Oft werden Kreditbearbeitungsgebühren dem Kunden unter neuen Bezeichnungen trotzdem untergejubelt. Im Kreditvertrag sollte man demnach auf folgende Klauseln achten:

  • Effektivzins p. a. von 2,75 Prozent bis 13,85 Prozent – jeweils inklusive einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von bis zu 3,50 Prozent“
  • „Bearbeitungsentgelt (vom ursprünglichem Kreditbetrag): 2 Prozent“
  • „Anschaffungsdarlehen – Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent des Darlehensbetrages, mindestens jedoch 50 Euro“
  • „Für private Ratenkredite ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 3 Prozent des ursprünglichen Kreditbetrags, für Privatkredite ein einmaliges Bearbeitungsentgelt (Entgelt als Abschlag) von 1 Prozent“
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Viele Gebühren müssen vom Kunden nicht getragen werden

Da auch diese Angaben mit Unklarheiten verbunden sind, gelten auch solche Klauseln als unzulässig. Im Zweifel kann man sich sowohl bei Neuabschluss eines Kredites als auch bei bestehenden oder sogar bei bereits vollständig zurückgezahlten Krediten an einen Anwalt oder auch an den Verbraucherschutz wenden und sich hier den genauen Sachverhalt und ggf. über die nächsten Schritte informieren.

Die Kreditbearbeitungsgebühr gilt bereits ab Oktober 2014 als ungerechtfertigt und wurde seitdem verboten, da sie bislang für Dienstleistungen berechnet wurde, die vom Kreditinstitut ohnehin geleistet werden müssen. Hat man Kreditgebühren gezahlt oder zahlt man sie noch immer, kann man sie vom Kreditanbieter zurückfordern – bis zu 10 Jahre nach Abschluss des Kreditvertrages. Hierfür werden im Internet zahlreiche Musterbriefe bereitgestellt – doch auch auf sonstige Klauseln, welche die Bearbeitungsgebühr umschreiben, sollte man dabei unbedingt achten.

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 Kreditangebote müssen kostenfrei sein!

Möchte man sich über verbotene Bankgebühren informieren, kommt man auch an den Kosten für Kreditangebote nicht vorbei: Das Oberlandesgericht Dresden hat festgelegt, dass die Bank für ein Vertragsangebot, das der Kunde ablehnt, keine Gebühren berechnen darf (Az. 7 U 2238/00). Da es zu den üblichen Risiken jeder Geschäftstätigkeit gehört, dass Kunden Angebote nicht wahrnehmen oder vor dem Vertragsabschluss „abspringen“, dürfen Kreditinstitute keinerlei Gebühren für Kreditangebote berechnen.

Kreditnehmer sollten allerdings wissen, dass es sich im Vergleich zur Kreditbearbeitungsgebühr schwieriger gestaltet, Gebühren für Kreditangebote zurückzufordern – hier kann unter Umständen ebenfalls der Verbraucherschutz weiterhelfen.

Das Oberlandesgericht Dresden hat festgelegt, dass Kreditangebote in jedem Fall kostenfrei sein müssen, wenn sie vom Kunden nicht in Anspruch genommen werden. Das Kreditinstitut handelt dabei auf eigenes Risiko, wenn es einem Kunden ein Angebot zur Verfügung stellt – schließlich ist es durchaus üblich, dass Kunden vor Abschluss eines Vertrages „abspringen“ und das Angebot nicht wahrnehmen. Möchte man die Gebühren für das Kreditangebot zurückfordern, kann unter Umständen der Verbraucherschutz weiterhelfen.

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Weitere verbotene Gebühren im Überblick

Neben der Kreditbearbeitungsgebühr und der Gebühr für Kreditangebote gibt es noch zahlreiche andere verbotene Bankgebühren, die der Kunde kennen sollte. Im Bereich der Kredite gehören dazu in erster Linie die Vorkosten, die in der Regel von Kreditvermittlern berechnet werden: Grundsätzlich dürfen ohne vorherige und abschließende Bearbeitung keine Gebühren berechnet werden – Vorkosten gelten demnach als unberechtigt und unfair dem Kunden gegenüber. Wird hingegen ein Kundendienstmitarbeiter für ein persönliches Gespräch nach Hause beordert, können beispielsweise für die Anfahrt durchaus Gebühren berechnet werden. Hierbei gilt es, Vorsicht walten zu lassen und sich im Zweifel sowohl beim Kreditinstitut als auch beim Verbraucherschutz zu erkundigen.

Ansonsten gibt es selbstverständlich noch zahlreiche andere verbotene Bankgebühren, die Kreditnehmer per se zwar nicht betreffen – dafür aber Girokonten- und Depotbesitzer, die sicherlich auch ab und an einen Kredit in Anspruch nehmen. Zu den verbotenen Bankgebühren, die auf jeden Fall umgangen werden sollten, gehören dabei folgende:

  • Kosten für den Depotübertrag
  • Kosten für Barein- und Auszahlungen auf das Konto
  • Gebühren für den Geldempfang aus dem Ausland
  • Gebühren für Kontoauflösungen
  • Kontoauszugsgebühren
  • Gebühren für Kontopfändungen
  • Die Bearbeitung von Erbfällen sowie die Nachlassbearbeitung
  • Kosten für Rücklastschriften

Zu den verbotenen Bankgebühren, mit denen in erster Linie Kreditnehmer konfrontiert werden, gehören in erster Linie die Vorkosten: Ohne vorherige und abschließende Bearbeitung dürfen von einem Kreditinstitut keinerlei Gebühren berechnet werden. Auch zahlreiche andere Bankdienstleistungen müssen kostenfrei ausfallen – welche das sind, wurde oben aufgeführt.

Beachten Sie das Preisverzeichnis!

Nicht immer werden sämtliche Gebühren, die für einen Kredit oder für die dazugehörigen Dienstleistungen anfallen, auf der Website des Unternehmens beschrieben – häufig muss man tiefer „graben“, um wirklich alle anfallenden Gebühren einsehen zu können. Nehmen Sie sich deshalb stets das Preisverzeichnis des jeweiligen Anbieters zur Hand, das bei seriösen Kreditvermittlern und Kreditinstituten stets auf der Website im Formularbereich zu finden ist. Möchte man sich online Geld leihen sollte man also zunächst das Preisverzeichnis des Anbieters studieren.

Bevor Sie den Kreditvertrag unterschreiben, sollten Sie das Preisverzeichnis prüfen

Prüfen Sie das Preisverzeichnis genau, bevor Sie unterschreiben

Hier sind in der Regel alle Gebühren verzeichnet, die das Unternehmen für seine Dienstleistungen berechnet – und häufig finden sich dabei bei vermeintlich kostengünstigen Anbietern mit attraktiven Konditionen zahlreiche Extrakosten, die für verschiedenste Services und Dienstleistungen berechnet werden und dabei die Kosten für einen Kredit, ein Konto oder eine Kreditkarte beim jeweiligen Anbieter in die Höhe treiben.

Um wirklich gut über sämtliche Konditionen eines Unternehmens informiert zu sein, sollten Kunden das Preisverzeichnis des Anbieters nutzen. Dieses ist meist in dessen Formularbereich zu finden und gibt Aufschluss über alle Gebühren, die vom Unternehmen für die verschiedensten Services und Dienstleistungen berechnet werden.

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Wie bekommen Sie Ihr Geld zurück?

Sie haben festgestellt, dass Sie Gebühren an Ihr Kreditinstitut entrichtet haben, die eigentlich zu den verbotenen Bankgebühren gehören und demnach von Ihnen überhaupt nicht getragen werden müssen? In einem solchen Fall empfiehlt es sich zunächst, sich direkt an die Bank zu wenden und hier etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Denken Sie im Vorfeld daran, Beweise dafür zu sammeln, dass die Gebühren ungerechtfertigterweise berechnet wurden – dazu gehören beispielsweise Urteile oder Einträge im BGB. Fühlen Sie sich diesen Aufgaben nicht gewachsen, können Sie sich selbstverständlich auch an den Verbraucherschutz oder direkt an einen Anwalt wenden und sich hier weiterhelfen lassen. Insbesondere für die Rückerstattung von Kreditbearbeitungsgebühren finden Sie zudem im Internet zahlreiche Musterbriefe, die Sie in der Regel übernehmen und direkt an Ihr Kreditinstitut senden können.

Möchten Sie es sich einfach machen und dafür lieber etwas Geld investieren, können Sie sich an den Verbraucherschutz oder direkt an einen Anwalt wenden, um sich Ihre zu viel gezahlten Gebühren zurückerstatten zu lassen. Andernfalls können Sie auch Ihre Bank kontaktieren und hier direkt eine Rückerstattung verlangen – vergessen Sie dabei Beweise für das Verbot dieser Gebühren nicht und lassen Sie sich keinesfalls abwimmeln.

Fazit: Es gibt zahlreiche verbotene Bankgebühren

Wir konnten nun festhalten, dass zahlreiche verbotene Bankgebühren existieren, zu denen allen voran die Kreditbearbeitungsgebühr gehört, die 2014 verboten wurde und trotzdem nach wie vor von einigen Kreditinstituten berechnet wird. Auch die Vorkosten, die häufig von Kreditvermittlern berechnet werden, sind dabei ebenso ungerechtfertigt wir die Gebühren für Kreditangebote und zahlreiche andere Bankgebühren, mit denen in erster Linie die Besitzer von Girokonten oder Wertpapierdepots zu kämpfen haben.

Möchte man sich zu viel gezahlte Gebühren zurückerstatten, kann man sich entweder zunächst an den Verbraucherschutz oder direkt an einen Anwalt wenden oder sich auf eigene Faust an eine Rückerstattung wagen – häufig können dabei auch Musterbriefe aus dem Internet von Nutzen sein.

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