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Diese 3 Voraussetzungen gelten beim Kredit aufnehmen

Die Bedingungen der Kreditgeber: Mindesteinkommen, Arbeitsverhältnis oder Girokonto?

Nicht jeder kann einen Kredit aufnehmen, Voraussetzungen müssen erfüllt sein. So gibt es in Deutschland allgemeine Voraussetzungen, an die sich jeder Kreditnehmer und Kreditgeber halten muss und spezielle Voraussetzungen, die jeder Kreditgeber selber bestimmen kann.

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Die Fakten zum Ratgeber „Kredit aufnehmen“ im Überblick:

  • Der Kreditnehmer muss volljährig sein und eine deutsches Konto besitzen.
  • Die Kreditnehmer müssen einen deutschen Wohn- oder Firmensitz vorweisen.
  • Einige Kreditgeber verlangen ein Mindesteinkommen.
  • Viele Kreditgeber schließen Selbstständige und Existenzgründer aus.
  • Für Arbeitnehmer in der Probezeit ist ein Kredit nahezu unmöglich.

Die Volljährigkeit in Deutschland

In Deutschland ist man offiziell mit der Vollendung des 18. Lebensjahres volljährig. Das bedeutet jedoch nicht, dass im Alter von 18 schlagartig alle Sachen erlaubt sind, die zuvor verboten waren. Als Jugendlicher wird man langsam daran geführt Verantwortung für sich selber zu übernehmen. So können Jugendliche bereits mit 15 einen Mofa-Führerschein machen. Mit 16 dürfen sie die ersten alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Dies ist allerdings noch auf die weichen alkoholischen Getränke wie Bier, Sekt und Wein beschränkt. Kleine und große landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen ebenfalls genutzt werden.

Mit 17 dürfen dann die ersten das Autofahren erlernen. Hier ist allerdings noch die Begleitung eines Erwachsenen erforderlich. Das nennt sich dann begleitetes Fahren. Erreicht man dann endlich die Volljährigkeit kommen weitere Verantwortungen in verschiedenen Bereichen auf einen zu. Zum einen darf man nun endlich allein ein Fahrzeug steuern. Doch die Volljährigkeit bringt auch Verantwortung mit sich. So ist man ab dem Zeitpunkt voll geschäftsfähig und für sein Handeln selbst verantwortlich.

Soweit die Theorie. Der Gesetzgeber räumt den Heranwachsenden jedoch noch bis zum 25sten Lebensjahr ein eingeschränktes Verantwortungsbewusstsein ein, weshalb bei Straftaten oftmals noch das Jugendstrafrecht angewandt wird. Trotzdem ist man in Deutschland mit Vollendung des 18. Lebensjahres voll geschäftsfähig. Damit sind sämtliche Verträge rechtsgültig, solange sie der guten Sitte entsprechen und nicht gegen das Wuchergesetz § 138 BGB verstoßen.

Als Jugendlicher lernt man Jahr für Jahre mehr Verantwortung für sich selber und sein handeln zu übernehmen. Mit 18 ist man dann voll geschäftsfähig und berechtigt rechtskräftige Verträge zu unterzeichnen und Kredite aufzunehmen.

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Allgemeine Voraussetzungen

Neben der Volljährigkeit gibt es natürlich noch weitere Bedingungen, die man für einen Kreditvertrag in Deutschland erfüllen muss. Diese beziehen sich auf die deutsche Zugehörigkeit. Dafür ist es jedoch notwendig zunächst zu klären, dass man sowohl als Privatmensch, als auch als Geschäftsmensch einen Kredit aufnehmen kann. Privatleute können einen Kredit aufnehmen um ihre Konsumwünsche zu befriedigen, während Geschäftsleute einen Firmenkredit aufnehmen können um den Geschäftsbetrieb zu sichern.

Beide Gruppen müssen ein deutsches Konto nachweisen können. An was für einer Bank dieses Konto geführt wird, ist vom Prinzip her unerheblich. Einige Kreditanbieter bestehen jedoch auf das Führen eines Girokontos bei ihrer Bank. Hierbei kommt es auch immer darauf an, welche Form von Kredit aufgenommen wird. Auch Kreditkarten zählen zu den Konsumentenkrediten. Um einen festen Kreditrahmen zu erhalten muss ein Girokonto nachweislich in aller Regelmäßigkeit Zuflüsse erhalten. Daher ist hier das Führen eines Girokontos bei dem Kreditkartenanbieter erforderlich. Auf P2P-Marktplätzen ist das weder erforderlich noch möglich. Hier muss lediglich das deutsche Konto als Referenzkonto angegeben werden.

Privatleute haben noch die Voraussetzung, dass sie einen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen müssen. Dies ist eine reine Schutzmaßnahme für den Fall, dass es zu Zahlungsausfällen kommt. Somit ist sichergestellt, dass der Kreditnehmer in Deutschland gemeldet ist und er bei Zahlungsschwierigkeiten aufzuspüren ist. Eine Garantie gibt das natürlich auch nicht, aber zumindest schon mal ein Stück mehr Sicherheit. Zudem ist es bei Personen mit festem Wohnsitz in Deutschland wahrscheinlicher, dass sie bei der Schufa geführt werden und somit Auskünfte über die Zahlungsmoral vorliegen.

Voraussetzungen für einen Kreditnehmer

Der Kreditnehmer muss bestimmte Bedingungen erfüllen

Häufig werden von dem Kreditnehmer auch noch gewisse Sicherheiten abverlangt. Gerade wenn sich Einnahmen und Ausgaben nahezu die Waage halten können längerfristige Sparmaßnahmen an die Substanz des Kreditnehmers gehen. Daher ist die Gefahr des Zahlungsverzugs gegeben und der Kreditnehmer muss Sicherheiten vorlegen. Außerdem gibt es bei allen Personen immer noch die Gefahr der Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall. Dieses Risiko versucht man durch die Vergabe von Restschuldversicherungen oder Bürgschaftskrediten zu umgehen.

Möchte eine Firma einen Kredit aufnehmen, gilt die Voraussetzung, dass sie über eine Zulassung in Deutschland verfügt. Viele Firmen sind daher im Besitz eines Gewerbescheins und können diesen vorlegen. Anhänger der freien Berufe müssen an dieser Stelle die Geschäftsberichte der letzten Jahre vorlegen. Dies dient der Bonitätsprüfung und sichert die Kreditgeber ein Stück weit gegen Zahlungsausfälle ab. Mit der Zulassung in Deutschland fallen die Firmen auch unter das deutsche Insolvenzrecht, welches den Kreditgeber schützt. Vorausgesetzt es handelt sich um einen zuvor gründlich geprüften Kreditantrag und dem Kreditgeber kann keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden.

Kreditnehmer müssen ein Konto in Deutschland führen. Privatpersonen müssen zudem einen festen deutschen Wohnsitz nachweisen können und Firmen einen Sitz und Zulassung in Deutschland haben. Damit sichert sich der Kreditgeber ab, dass bei Schwierigkeiten das deutsche Recht ausgeübt werden kann.

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Spezielle Voraussetzungen der Kreditgeber

Neben den allgemeinen Voraussetzungen gibt es auch noch spezielle Voraussetzungen, die die einzelnen Kreditgeber an die Kreditnehmer stellen. Nicht jeder Kreditgeber möchte alle Kundengruppen abdecken, sondern hat sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert. Zu den beliebtesten Kreditnehmern zählen Angestellte und Arbeiter mit unbefristeten Arbeitsverträgen.

Einige Kreditgeber verlangen den Nachweis, dass das Arbeitsverhältnis bereits über sechs Monate besteht und die Probezeit bereits beendet ist. Diese Kreditgeber lehnen in der Regel auch Auszubildende, Schüler oder Studenten ab. Während Auszubildende zumindest für die Dauer ihrer Ausbildungszeit einen Kredit beantragen können, sieht es für Personen mit befristeten Verträgen oder Arbeitnehmer in der Probezeit oftmals schlecht aus.

Noch schwerer haben es oft die Selbstständigen. Sie müssen einen Mindestumsatz pro Jahr aufweisen um überhaupt in die engere Auswahl eines Kredits zu kommen. Selbst für einen Kredit von 1.000 Euro verlangen einige Unternehmen einen Mindestumsatz von 50.000 Euro pro Jahr. Hier gibt es allerdings Unterstützung vom Staat in Form von Mikrokrediten. Hier müssen jedoch zahlreiche andere Nachweise erbracht werden und der Kredit darf oft auch nur für bestimmte Zwecke genutzt werden. Gerade für Existenzgründer gibt es oft jedoch keine Alternative.

Die Homepage der NRW.Bank

In NRW werden Existenzgründer mit Mikrodarlehen unterstützt

Das Mindesteinkommen spielt auch bei Angestellten und Arbeitern eine entscheidende Rolle. Anhand des Einkommens wird die Bonität festgemacht. Das monatliche Einkommen muss die monatlichen Ausgaben übersteigen um einen Kredit gewährt zu bekommen. Nur so ist auch eine Rückzahlung der Kreditraten möglich. Je höher das Einkommen umso höher kann auch der Kreditrahmen gewährt werden.

Da die Bonität zudem auch an der Zahlungsmoral gemessen wird, gibt es Anbieter, die einen Kredit verweigern, sobald es einen negativen Schufa-Eintrag gibt. Dies ist inzwischen allerdings die Ausnahme, da viele Kreditgeber auch noch auf andere Punkte setzen. Soll eine Schufa-Abfrage ausgeschlossen werden, muss das nachweisbare Einkommen zumeist höher sein und auch der Zinssatz wird wesentlich höher festgesetzt.

Jeder Kreditgeber schneidet seine Voraussetzungen um einen Kredit aufnehmen zu können, so zu, dass alle Kreditnehmer, die nicht der Zielgruppe entsprechen aussortiert werden. Damit wollen sie Risikokandidaten ausschließen. Welche Gruppen ein Risiko darstellen, bestimmt jeder Kreditgeber selber.

Das Fazit: Individualität auch bei den Voraussetzungen

Der Individualismus setzt sich auch in Sachen Kreditaufnahme durch. Inzwischen kann man für jeden Kreditnehmer auf ihn zugeschnittene Kredite finden. Doch auch die Kreditgeber haben spezielle Ansprüche an ihre Kreditnehmer. Diese werden durch spezielle Voraussetzungen selektiert. So versuchen die Kreditgeber ihr Risiko vor Zahlungsausfällen möglichst gering zu halten und die Entscheidungen über eine Kreditvergabe weitestgehend zu automatisieren.

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